Über die Fankultur auf der Hohen Warte © Döblinger Kojoten
Der First Vienna Football Club 1894, seines Zeichens der älteste Fußballverein Österreichs, hat neben seiner langjährigen Geschichte und Tradition, sowie der nach wie vor beeindruckenden Naturarena auf der Hohen Warte, vor allem auch eine lebendige Fankultur anzubieten, die sich von den klassischen Fankulturkonzeptionen, schon alleine durch ihre große Heterogenität unterscheidet. Angesichts der zeitweise chronischen Erfolglosigkeit der Blaugelben in den letzten Jahr(zehnt)en, mag es verwundern, warum sich Woche für Woche trotzdem ein illustrer Haufen an treuen Supportern aus den unterschiedlichsten Milieus im Fanblock auf der Hohen Warte eingefunden hat.
Um diesem Mysterium auf den Grund zu gehen, müssen wir zurück ins Jahr 1988, quasi der Geburtsstunde einer "Fankultur" auf der Hohen Warte, als sich eine kleine Gruppe aus der alternativen subkulturellen (Musik-)Szene Wiens (Arena, Chelsea, etc.) auf der Hohen Warte einfand und unter dem Namen Kleine Pommes (zu dieser Zeit war McDonald's Sponsor der Vienna) einen an die angelsächsische Fankultur angelehnten Support für den First Vienna FC initiierten.
Rasch kamen Gleichgesinnte, teilweise mit fußballerischer Vienna-Nachwuchs-Vergangenheit und regionalem Bezug dazu, und so wurde schließlich das Fankollektiv der Döblinger Kojoten ins Leben gerufen. Im Laufe der 1990er Jahre wurde eine blau-gelbe Fankultur auf der Hohen Warte fix etabliert, die nach und nach auch weitere Fußballfans, die mit den bestehenden Fankonzepten von Austria und Rapid nichts anfangen konnten, auf die Hohe Warte lockte. Zu den Kojoten mischten sich schließlich auch die Vienna Weirdoz und eine Reihe weiterer Fans der Blau-Gelben.
Trotz der defacto nicht vorhandenen Organisationsstruktur innerhalb der Fancommunity funktioniert die Sache nach wie vor überraschend gut. Nach dem Abstieg in die Regionalliga im Jahr 2001 vergrößerte sich der Fanblock nochmals zunehmend. Nicht ausschließlich der sportliche Erfolg und die emotionale Verbundenheit mit dem Verein, sondern vor allem auch das soziale Ereignis des Stadionbesuchs stand im Mittelpunkt. So wurden auch tendenziell eher durchschnittliche Drittligaspiele als wöchentliche Fußball-Partys zelebriert, egal ob daheim in Döbling oder in Würmla, Ritzing oder sonstwo.
Eckpfeiler dieser Fankultur ist, neben dem Verzicht auf jegliche Form der Gewaltanwendung, vor allem der positive Support, das bedeutet, dass wir gegnerischen Spielern und Fans mit Respekt begegnen und im Zentrum der Chants und Anfeuerungen die eigene Mannschaft und nicht das Diffamieren des Gegners steht. Dieser Grundkonsens wird von einer breiten Mehrheit der blaugelben Fans geteilt. Zentrales Element der Vienna-Fankultur, insbesondere der Chants, ist auch ein humoristisches Element. Als Fans eines Vereins mit einer Art "sympathischem Loser-Image" werden auch schon mal Niederlagen wie Siege gefeiert, und man versucht nicht durch Gewalt, sondern mittels Selbstironie negative Gefühle als Folge von sportlichen Niederlagen auszuleben.
Darüber hinaus geht es den Döblinger Kojoten darum, nicht bloß als passive Objekte dem Spiel beizuwohnen, sondern aktiv als Akteure das Spiel mitzugestalten. Der Support der Mannschaft innerhalb des Stadions stellt einen öffentlichen Akt dar und ist daher grundsätzlich auch politisch. Im Zentrum unserer Bemühungen steht der Wunsch, einen Fanblock zu bilden, der auf Gewalt, Rassismus, Homophobie, Sexismus und Antisemitismus verzichtet und auch aktiv dagegen auftritt.
Fußballfans sollten unserem Selbstverständnis nach nicht nur die Möglichkeiten ergreifen, die ihnen zugewiesen werden, sondern sich Freiräume schaffen, in denen sie selbstbestimmt eine lebendige Fankultur gestalten können, um somit dem durchkommerzialisierten Fußball-Einheitsbrei ein alternatives Konzept gegenüberzustellen.
zurück
| Team | SP | S | U | N | TD | Pt. | |
| 01 | Cashpoint SCR Altach | 21 | 12 | 5 | 4 | 22 | 41 |
| 02 | WAC/St. Andrä | 21 | 11 | 8 | 2 | 16 | 41 |
| 03 | LASK Linz | 21 | 9 | 8 | 4 | 11 | 35 |
| 04 | FC Blau Weiß Linz | 21 | 8 | 7 | 6 | 4 | 31 |
| 05 | SC Austria Lustenau | 21 | 8 | 7 | 6 | 1 | 31 |
| 06 | SKN St. Pölten | 21 | 7 | 5 | 9 | -5 | 26 |
| 07 | SV Scholz Grödig | 21 | 7 | 4 | 10 | -3 | 25 |
| 08 | FC Lustenau 1907 | 21 | 5 | 4 | 12 | -12 | 19 |
| 09 | First Vienna FC 1894 | 21 | 5 | 4 | 12 | -14 | 19 |
| 10 | TSV Hartberg | 21 | 5 | 4 | 12 | -20 | 19 |
| Erste Liga | 22. Runde |
| Fr, 02.03.2012, 18:30 | Reichshofstadion |


WERDEN SIE MÄZEN
Beteiligen Sie sich amPROJEKT STÜRMER 2.0
und werden Sie
offizieller Supporter der
UNABSTEIGBAR-TOUR 2012
bahnfahrt nach Lustenau
| Datum: | Fr, 02.03.2012 |
|---|---|
| Treffpunkt: | 7:00 Uhr Westbahnhof |
| Abfahrt: | 7:40 Uhr |
| Rückkehr: | Sa, 03.03.12, ca. 07:36 Westbahnhof |
| Kosten: | 45 Euro mit Vorteilscard, 55 Euro ohne VC. Nur bei Voranmeldung!! |
|
Mi, 08.02.
Start: 18:30
|
Vienna Amateure vs. Brunn a. Gebirge
Testspiel, NWZ Vienna
|
|
Fr, 10.02.
Start: 18:00
|
First Vienna FC 1894 vs. Wiener Sportklub
Testspiel, Stadion Hohe Warte (so es die Witterung zulässt)
|
|
Sa, 11.02.
Start: 14:00
|
Vienna Amateure vs. Stockerau
Testspiel, tba
|











