Die Vienna verliert gegen den Linzer ASK glücklos und als ebenbürtige Mannschaft mit 1:2 (0:1).
Trotz einer roten Karte gegen Marco Salvatore - Thomas Dau parierte den fälligen Elfmeter - und dem Siegtreffer durch Luiz Henrique, war die Vienna dem ersten Punkt im vierten und letzten Saisonduell zwischenzeitlich sehr nahe gekommen.
Aufgrund des Unentschiedens des FC Lustenau in Grödig bleibt die Vienna damit Achter, dies aber nur noch punktegleich.
Nach dem Heimsieg gegen die Lustenauer Austria in der vergangenen Woche kehrte Trainer Alfred Tatar wieder zum gewohnten 4-3-3 System zurück, in dem Rückkehrer Wolfgang Mair, Rade Djokic und Julian Erhart das Offensivtrio bildeten, Markus Lackner, Matthias Hattenberger und Konstantin Kerschbaumer bildeten das Dreier-Mittelfeld, die Defensive blieb unverändert.
Die austro-brasilianische Feuerwehr
Der LASK, der um seine letzte Titelchance spielte, startete gegen eine in den Anfangsminuten zu passiv agierende Vienna-Elf wie die Feuerwehr. Schon nach 70 Sekunden klärte Abwehrchef Ernst Dospel zum ersten Mal im Fünfer, nach drei Spielminuten stand es 1:0 für die Schwarz-Weißen.
Der Australier Richard Cardozo ließ sich nach einer Luiz Henrique-Flanke von links die Chance nicht entgehen und köpfelte zur Führung ein. Der LASK blieb am Drücker und Blau-Gelb benötigte eine Viertelstunde, um sich wieder zu fangen.
Blau-Gelb erfängt sich
Schüsse von Hattenberger (19.), Markovic (24.), Lackner (26.) und Erhart (28., 32.) gingen zwar entweder daneben oder wurden Beute von LASK-Keeper Mandl, verdeutlichten bei gleichzeitiger Linzer Chancenarmut, dass die Vienna noch am Leben war. Nicht nur das, die Döblinger hatten Gegner wie Spiel mittlerweile unter Kontrolle bekommen.
Einen taktischen Wechsel später – Erhart ging, Salvatore kam und ersetzte Markovic in der Viererkette, den Tatar nach vorne zog (34.) – und einen Kerschbaumer-Schuss (42.) später ging es mit dem knappen Rückstand in die Pause.
Blau-Gelb belohnt sich
Kurz nach der Halbzeit wurden die Bemühungen der Blau-Gelben dann belohnt. Kerschbaumer flankte gegen die zu passive Linzer Hintermannschaft von rechts zur Mitte, Rade Djokic bedankte sich für die mangelnde Manndeckung und köpfte in Minute 49 zum 1:1-Ausgleich ein.
Nun waren die Linzer wieder gefordert, und forderten die blau-gelbe Nummer 1 Thomas Dau, der den unentschiedenen Spielstand zehn Minuten nach Wiederanpfiff mit einer grandiosen Fußabwehr gegen den durchgebrochenen Leonhard Kaufmann hielt.
Der LASK versuchte nun Druck aufzubauen, wurde aber kaum gefährlich und schlug die Standards einigermaßen ideenlos. Eine Viertelstunde vor Schluss kam es dann aber vollkommen anders als alle 2.200 im Stadion dachten.
Blau-Gelb bestraft sich
Gerade hatte sich die Vienna in der gegnerischen Hälfte festgesetzt, da schnappte sich Luiz Henrique nach einem Einwurf der Blau-Gelben 30 Meter vom dem Linzer Tor die Kugel und zog unbehelligt von Döblinger Zugriffen auf der rechten Seite davon, zur Mitte und schloss gegen den Chancenlosen Dau mit einem Schuss ins lange Eck ab.
Drei Minuten später der nächste Aufreger: Ein Linzer Angreifer köpfte Marco Salvatore im Döblinger Strafraum aus kurzer Distanz auf den Arm, da der Ball ansonsten wohl im Tor gelandet worden wäre, sah er Rot und die Linzer hatten die Chance, die Partie mit einem Elfmeter zuzumachen.
Silvinho ist nicht Panenka
Taten sie aber nicht. Silvinho, obwohl von Schachner nicht zum Elferschützen erkoren, schnappte sich die Kugel und wollte es brasilianisch machen. Er hatte seine Rechnung aber ohne Thomas Dau gemacht, der seinen Fangarm rechtzeitig hochbrachte und den Lupfer unter dem Jubel der Döblinger Fans abfing.
Obwohl dezimiert, hielt die Tatar-Elf die Partie nun weiter offen, der LASK schaffte es nicht, die Partie zuzumachen. Es war im Endeffekt aber auch nicht mehr notwendig. Der eingewechselte Nacho Verdés vergab Sekunden vor dem Schlusspfiff eine Riesenchance auf den Ausgleich und es blieb beim knappen 2:1 für die Schachner-Elf, die damit weiter im Titelrennen bleibt.
Alles spitzt sich zu
Durch das zeitgleiche Unentschieden des FC Lustenau in Grödig spitzt sich der Kampf um Platz acht, den die Vienna aufgrund des besseren Torverhältnisses – um genau einen Treffer – innehat, nun weiter zu, nur noch vier Runden sind zu absolvieren.
Für Spannung ist nächsten Freitag auf der Hohen Warte also gesorgt, denn da kommt Grödig. Da muss die Heimsiegserie fortgesetzt werden. Da müssen drei Punkte her.
Aufstellung First Vienna FC 1894:
Dau; Markovic (74. Verdés), Rathfuss, Dospel, Kröpfl; Lackner (58. Toth), Hattenberger, Kerschbaumer; Mair, Djokic, Erhart (33. Salvatore).
Aufstellung LASK Linz:
Mandl; Winkler (45. Hamdemir), Hart, Wimmer, Aufhauser; Cardozo, Luiz Henrique, Kaufmann, Schröger; Silvinho (84. Varga), Aigner (71. Templ).
Torfolge: 0:1 Cardozo (4.), 1:1 Djokic (49.), 1:2 Luiz Henrique (75.)








