28. Oktober 2013 | Amateure zur Übersicht >
Alle guten Vorsätze wurden über den Haufen geworfen, es klappte so gut wie gar nichts. Deshalb war es kein Wunder, dass die Vienna Amateure in der 11. Runde der Wiener Stadtliga im Nachwuchszentrum gegen Ostbahn XI nach einer äußerst mäßigen Darbietung deutlich 1:5 (1:3) untergingen.
Kopfschütteln
Was ist nur mit den Amas los? Warum kann das permanente Formtief nicht überwunden werden? Fragen, auf die es derzeit anscheinend keine Antworten gibt. Das Potenzial ist vorhanden, nur kann es nicht abgerufen werden. Auch die Einsatzbereitschaft ist gegeben, doch das Selbstvertrauen fehlt.
Da stehen gute, ja sehr gute Kicker in der Mannschaft, die aber im harten Kunkurrenzkampf um eine bessere Platzierung nicht in der Lage sind, ihr Können in die Tat umzusetzen. Die Truppe von Hans Slunecko scheint immer mehr verunsichert.
Die Ursachen des erneuten Scheiterns: Viele Stellungsfehler in der Defensive, viele Ballverluste im Mittelfeld, wenig Kreativität im Spielaufbau, nur selten lief der Ball über mehrere Stationen, oft zu ballverliebt, fehlende Dynamik und harmlos im Angriff.
Ostbahn nicht überragend, aber besser
Die Gäste aus Simmering benötigten wahrlich keine Heldentaten, um klar zu gewinnen, weil die Mannen von Spielertrainer Alfred Niefergall die besser organisierte, zweikampfstärkere, abgebrühtere und effizientere Mannschaft waren und von den Fehlern der Amas profitierten.
Die Ostbahner erzeugten mehr Druck, waren spielerisch überlegen und nützen vor allem die Standardsituationen clever aus.
Simmeringer im Vorwärtsgang
Schon die Anfangsviertelstunde dieser Partie gehörte eindeutig den Gästen. Nach drei MInuten die erste gute Chance, doch Salomon vergab allein stehend kläglich. In der elften Minute war wieder Salomon durch, sein Schuss ging aber daneben.
Zwei MInuten später brachte Chiorean mit viel Ballglück den Ball zur Mitte, doch sein Stanglpass fand keinen Abnehmer.
Die Führung, nicht lange
Praktisch aus dem Nichts lagen die Amas plötzlich 1:0 voran (17.). Ein Freistoßaufsetzter von Jasmin Fejzic zappelte unter kräftiger Mithilfe des gegnerischen Keepers, der nicht Marc Traby, sondern Daniel Czerny hieß, im Netz.
Doch schon im Gegenstoß konnten die Simmeringer eine Verwirrung in der Abwehr der Amas ausnützen, Muhr staubte zum Ausgleich ab.
Elferserie
In der 21. Minute schien es in einer unübersichtlichen Situation im Strafraum der Blau-Gelben nach einer Behinderung von Goalie Stefan Stippl im Fünfmeterraum, doch ein Ostbahner kam danach zu Fall, Strafstoß, den Chiorean sicher verwandelte.
Nach einer schnellen Kombination der Schwar-Roten war die Amas Abwehr offen, Stippl etwas zu ungestüm am gegenerischen Stürmer, wieder der Pfiff. Hodziz verwertete uhaltbar, 1:3 (34.).
Kurzes Aufbäumen
Nach der Pause kamen die Amas mit viel Engagement optisch besser ins Spiel. Zwei Kopfbälle von Sinan Apaydin gingen aber knapp über die Latte und Anton Berisha kam gut stehend nicht richtig an den Ball. Die Amas konnten aber nicht nachsetzen, verzettelten sich immer wieder und wurden kaum gefährlich.
Entscheidung durch Standards
Das war es dann. Mit zwei Freistoßtoren von Todorovic , der an Freund und Feind vorbei ins Eck traf, und von Hodzic aus gut 30 Metern war die Niederlage besiegelt. Danach war beiderseits bis zum Abpfiff Sendepause. Nur die Rote Karte für Besirevic (Ostbahn) in der 90. Minute wegen eines unnötigen Fouls sorgte noch für eine Abwechslung.
Stimmen zum Spiel:
Hans Slunecko: Wir treten nicht als Mannschaft auf und das stört mich mehr als eine Niederlage. So kann man nicht bestehen. Die größten Probleme sind die schon automatisierten Fehler, wir reagieren schlecht und wollen zu schön spielen. Davon kann man sich nichts kaufen, vor allem dann nicht, wenn alles schief läuft. Dass wir keine Führungsspieler in unseren Reihen haben, darf keine Ausrede sein. Das war uns schon im Sommer bei der Kaderzusammenstellung bewusst.
Dejan Tovilovic: Jede Woche das selbe Bild, alles was wir uns vorgenommen haben, können wir nicht umsetzen, wir sind verunsichert, agieren zu unkonzentriert und unkonsequent. Wir sind aber selber schuld, es fehlt an der Abstimmung, die blöden Eigenfehler werfen uns zurück und wir kommen einfach nicht in Schwung.
Aufstellung Vienna Amateure:
Stippl; Dvoracek (ab 54. Steiner), Fehringer, Rajic, Tovilovic; Rajkovic, Berisha, Fejzic, Jaric; Apaydin (ab 71. Maglica), Garagic.
Torfolge:
1:0 Fejzic (16., Freistoß), 1:1 Muhr (17.), 1:2 Chiorean (21., Foulelfmeter), 1:3 Hodzic (34., Foulelfmeter), 1:4 Todorovic (54., Freistoß), 1:5 Hodzic (77. Freistoß).









