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© Matthias Hofbauer

4:4 Torchancen - gerechte Nullnummer

8. November 2014 | Kampfmannschaft zur Übersicht >

Zum Abschluss der Herbstmeisterschaft musste der First Vienna FC 1894 in Parndorf ran. Ein Treffen mit guten, alten Bekannten sozusagen. Beide Teams durften in der letzten Saison noch Erste Liga-Luft schnuppern und mussten den Abstieg in die Regionalliga Ost in Kauf nehmen.

Die Blau-Gelben gingen mit viel Selbstvertrauen in dieses Spitzenspiel, das von Schau-TV live im Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Nach zuletzt vier Siegen in Serie war deutlich zu spüren, dass man vor nichts und niemanden Angst haben muss – auch nicht vom Titel-Mitfavoriten SC/ESV Parndorf.

 

Parndorf nach Negativserie wieder auf der Erfolgsspur

Die Nordburgenländer konnten in den letzten zwei Runden ebenfalls Selbstvertrauen tanken. Nach davor sechs Spielen, in denen sie gerade einmal zwei mickrige Punkte auf das Ostliga-Konto gut schreiben durften, sind sie wieder auf die Straße der Sieger eingebogen: Dem 1:0-Heimerfolg gegen Schlusslicht Neuberg folgte zuletzt ein 3:2-Auswärtssieg bei den Admira Juniors.

Unsere Vienna ist aber ein ganz anderes Kaliber. Das sollten sie an diesem November-Abend im Heidebodenstadion auch zu spüren bekommen.

 

Einige Umstellungen beim ersten Ostliga-Live-Spiel

Bei unserer Mannschaft stellte Trainer Hans Slunecko an einigen Positionen um: Stanisa Nikolic nahm die Position links in der Viererkette ein. Im defensiven Mittelfeld begann neben Nikola Nedeljkovic Markus Speiser. Als Solospitze fungierte Semir Kapic – sein erster Einsatz seit dem Auswärtssieg bei Donaufeld.

In der Anfangsphase war die Vienna das spielfreudigere Team, das auch die ersten beiden Torchancen herausspielen konnte: Nach einem Querpass von Robert Gruberbauer übernahm Hakan Gökcek, “Bertls” linkes “Pendant” im Mittelfeld, die Kugel volley – leider knapp vorbei (13.)

In Minute 18 hätte beinahe ein Fauxpas von Stefan Krell die Führung für die Burschen aus Döbling gebracht: Nach einer abgerissenen Flanke von Robert Topcic schlug sich der Parndorfer Schlussmann beinahe den Ball ins eigene Kreuzeck (18.)

 

Auch Parndorf hatte zwei gute Möglichkeiten

Aber auch unser Keeper hatte Probleme: Nach einem 20-Meter-Schuss von Christian Thonhofer ließ er den Ball abklatschen, beim Nachschuss von Gerhard Karner war er aber wieder zwischen den Pfosten voll am Posten (29.).

Eine kalte Dusche (bei leichtem Regen) hätte es fast in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit für Blau-Gelb gesetzt: Zum Glück setzte Gutschik nach einer Ecke den Ball knapp neben die Stange.

 

Chancen ausgeglichen – daher ein verdientes Unentschieden

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ausgewogen. Und auch die Chancen hielten sich die Waage; Für die Vienna vergaben Michael Wojtanowicz (48. per Kopf nach Kapic-Flanke) und Gruberbauer (64. mit einem herrlichen Fersler nach einem Einwurf von Stanisa Nikolic) zwei gute Möglichkeiten. 

Auch die Heimmannschaft hatte zwei gute Chancen: Nach einem Freistoß von Ex-Vienna-Spieler Patrick Kienzl zeigte Arnberger seine Klasse (58.), bei einem Schuss vom freistehenden Thomas Jusits vom Elfmeterpunkt verfehlte der Ball das Gehäuse doch deutlich (67.).

Resümèe: Jede Mannschaft hatte pro Halbzeit jeweils zwei Möglichkeiten, die nicht genutzt wurden – das Unentschieden ging daher letztendlich auch rein rechnerisch in Ordnung. Parndorf, ein Mitkonkurrent um den Titel in der Meisterschaft, konnte daher weiter auf Distanz gehalten werden. Auch die Austria Amateure (0:3 in Schwechat) konnten in der Tabelle nicht gleichziehen.

 

Zum Frühjahrsauftakt geht’s in den Tabellenkeller

Mit der Nullnummer wurde die Herbstmeisterschaft auf Platz zwei abgeschlossen. Die Augen unserer Spieler sind bereits voll auf die vorgezogene erste Frühjahrsrunde, die uns am nächsten Sonntag ins südliche Burgenland nach Neuberg führen wird, gerichtet.

Von der Papierform her (Neuberg rangiert seit vielen Wochen im Tabellenkeller) sollte der “Frühjahrsauftakt” eine klare Sache für Blau-Gelb sein. Aber wir erinnern uns zurück an die 1. Runde: Das Golden Goal zum 1:0 durch Andrei Lebedev fiel erst in der Nachspielzeit. Von einem “gegessenen Käse” kann daher keinesfalls die Rede sein.

 

Aufstellung SC/ESV Parndorf

Krell; Wendelin, Gutschik, Kummerer, Kienzl; Thonhofer, Jusits, Umprecht, Schneider (59. Steinacher); Babic (81. Wodicka), Karner (74. Panic)

Aufstellung First Vienna FC 1894

Arnberger; Topcic, Rotter, Lebedev, Nikolic; Nedeljkovic, Speiser (77. Steiner); Gruberbauer, Wojtanowicz, Gökcek; Kapic (58. Apaydin)

Gelb: Jusits (31./Foul), Thonhofer (69./Foul); Gökcek (71./Foul), Rotter (80./Foul)

Gelb-Rot: Gökcek (85./Kritik)

Heidebodenstadion, Knezevic, 800