Souveräner Heimsieg gegen Marchfeld
In der 21. Runde der Regionalliga Ost sichert sich die Vienna einen souveränen Heimsieg gegen den FC Marchfeld Donauauen. Mit den Gästen kam ein starker Gegner, welcher der Vienna bereits beim Hinspiel alles abverlangte. Auf dem Weg zum Titel lag der Druck auf den Döblingern. Die Gäste, die mit Ouedraogo, Entrup und Kröpfl eine bundesligaerfahrene Angriffsreihe stellten, konnten frei aufspielen. Dass dies nicht gelang, lag an einer kollektiv und vor allem spielerisch starken Vienna, die als verdienter Sieger vom Feld ging.
Trainer Zellhofer musste just vor diesem wichtigen Spiel auf Stammkraft Marcel Toth verzichten, welcher aufgrund einer Blessur nicht zur Verfügung stand. Weiters fehlte Kapitän Jiri Lenko an seinem 37. Geburtstag wegen einer Gelbsperre. In die Startformation rückten Mario Konrad und Daniel Luxbacher. Der sollte mit seinem Bruder Bernhard im zentralen Mittelfeld das Spiel ordnen. Die Abwehr vor Tormann Kazan bildeten Bumbic, Steiner, Abazovic und Auer. Im Mittelfeld spielten neben den Luxbacher Brüdern im Zentrum Edelhofer und Simkovic an den Flanken. Zatl und Konrad bildeten den 2-Mann Sturm.
Ausgeglichene Anfangsphase
Die erste Viertelstunde verlief ausgeglichen. Beide Teams bemühten sich um Kontrolle, zeigten in Ansätzen ihre Qualitäten, Konrad kam zu einer ersten Kopfballchance. Davor zeigten Simkovic und Zatl bei einer Kurzpasskombination ihre spielerischen Qualitäten. Wirklich gefährlich wurde es erstmals in Minute 18, als sich Daniel Luxbacher energisch durch die Hintermannschaft der Gäste dribbelte, sein Stanglpass wurde von einem Verteidiger der Gäste ins Out geklärt.
Vienna übernimmt Kommando und sorgt für Vorentscheidung
Es war der Startschuss zur besten Phase der Döblinger, welche sich jetzt als ballstarke Einheit mit guter Raumaufteilung präsentierten. Die Gäste kamen nun kaum mehr zu Offensivaktionen, die Vienna dominierte jetzt eindeutig, ließ Ball und Gegner laufen. In der 26. Minute führte Simkovic einen Eckball aus, Abazovic stieg im Zentrum am höchsten und verwertete per wuchtigem und platziertem Kopfball zum Führungstreffer. Kaum war der Torjubel verebbt, bekam die Vienna erneut einen Corner zugesprochen. Simkovic zirkelte diesen nun von der anderen Seite zur Mitte, wo er Mario Konrad als Abnehmer fand. Der schoss trocken zum 2:0 ein. Die Blau-Gelben agierten jetzt souverän, kontrollierten Raum und Gegner, der selbst vor der Halbzeit nicht mehr in der Lage war, Akzente zu setzen. Am Ende gelang fast ein dritter Treffer, wieder nach Simkovic-Flanke, diesmal nach einem Freistoß. Der gefährlich vor das Gästetor gezirkelte Ball fand aber keinen Abnehmer mehr.
Topchancen auf drittes Tor
Gleich nach der Pause kam Edelhofer zu einer großen Möglichkeit, die Führung auszubauen, konnte alleine auf Gästekeeper Zsovinec zulaufen, scheiterte aber an diesem. Kurz darauf eine sehr schöne Kombination, Zatl schickte Simkovic, der spielte mit viel Übersicht in den Rückraum. Dort lauerte Konrad, sein Abschluss wurde aber mit vereinten Kräften der Marchfelder Defensive gerade noch abgewehrt. Die Marchfelder reagierten jetzt, brachten in der 55. Minute zwei neue, eher offensiv orientierte Kräfte und signalisierten, dass sie das Spiel noch nicht verloren gaben.
Umstellungen bei der Vienna
Die Vienna tauschte das erste mal in der 62.Minute. Baldia kam für Daniel Luxbacher, Bacher für Edelhofer. Baldia spielte auf seiner gewohnten rechten AV-Position, Auer nahm im Mittelfeld die Rolle eines zentralen Defensivspielers ein. Die Begegnung war jetzt wieder ausgeglichener, Vienna defensiv aber so konzentriert und aufmerksam, dass das Spiel nie Gefahr lief, kippen zu können. Im Gegenteil, Bacher kam zu zwei guten Schusschancen, die leider nichts einbrachten.
Düzgün – Comeback
In der 74. Minute brandete Jubel auf. Volkan Düzgün kam nach langer Verletzungspause wieder zum Einsatz. Gemeinsam mit Deni Alar sollte er noch Offensivakzente für die Schlussphase setzen. Aus dem Spiel gingen Mario Konrad und Tomas Simkovic, die sich ihren Abgangsapplaus redlich verdienten. In der 76. Minute musste Schlussmann Kazan erstmals ernsthaft eingreifen, einen Schuss von Kröpfl drehte er über die Latte. Danach bemühten sich die Gäste weiterhin engagiert, aber erfolglos, dem Spiel eine Wende zu geben. Die starke Defensivabteilung der Döblinger ließ nichts mehr zu, am Ende kam auch noch Szotkowski für Zatl zu einem Kurzeinsatz.
Vienna gewann verdient, zeigte den Fans die vielleicht beste Leistung im Frühjahr und hat vier Runden vor Ende der Saison alle Trümpfe in der Hand, den Meisterteller wieder nach Döbling zu holen.
First Vienna FC 1894 vs. FC Marchfeld Donauauen
Freitag 30.04.2020, 19:30
Naturarena Hohe Warte, 1340 Zuschauer
Tore: Abazovic (26.), Konrad (28.)
Vienna: Kazan, Bumbic, Steiner, Abazovic, Auer, Simkovic (74.Düzgün), B.Luxbacher, D.Luxbacher (62.Baldia), Edelhofer (62.Bacher), Konrad (74.Alar), Zatl (88.Szotkowski)







