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Bester Aufsteiger seit acht Jahren

21. November 2022 | Kampfmannschaft zur Übersicht >

Bester Aufsteiger seit acht Jahren

Mit dem Rückspiel gegen Blau-Weiß Linz endeten für den First Vienna FC 1894 die ersten Monate nach der Rückkehr in die 2. Liga. Vor der Winterpause ist es Zeit für einen ersten Rückblick. Gemeinsam mit Sportdirektor Markus Katzer ziehen wir ein Zwischenfazit der Hinrunde.

2022 war ein geschichtsträchtiges Jahr für Österreichs ältesten Fußballverein. Im Sommer gelang die langersehnte Rückkehr in den Profifußball. Nach acht langen Jahren im Amateurbereich hat sich der Verein von der fünften zurück in die zweite Liga gearbeitet und spielt bisher in der Comeback-Saison eine sehr gute Rolle. Die Blau-Gelben sind mit 26 Punkten der beste Aufsteiger seit acht Jahren. Der letzte Aufsteiger der nach 15 Spielen mehr Punkte am Konto hatte, war der LASK 2014. Das Minimalziel Klassenerhalt scheint schon fast erreicht, mit dem sechsten Tabellenrang konnten sich die Döblinger im oberen Tabellendrittel festsetzen. „Zum Saisonstart waren wir alle gespannt, wo wir uns wiederfinden werden in der Liga. Wir hatten eine relativ kurze Vorbereitung und als Aufsteiger weißt du nie genau, wo du stehen wirst. Insgesamt fällt das Fazit sehr positiv aus. Das Anfangsprogramm war gegen Mannschaften mit sehr viel Qualität auch gleich sehr anspruchsvoll. Das hat die Mannschaft super gemeistert. Wir sind auf jeden Fall in der zweiten Liga angekommen und konnten gleich mit dem Auftaktsieg gegen BW Linz aufzeigen. Das Spiel gegen die Oberösterreicher war dann auch richtungsweisend für die nächsten Partien“, blickt Sportdirektor, Markus Katzer, positiv auf den Saisonauftakt zurück.

Schwieriges Anfangsprogramm

Das Anfangsprogramm der Döblinger hätte nicht schwieriger sein können. Im Auftaktspiel gegen den Titelkandidaten BW Linz legten die Schützlinge von Alexander Zellhofer aber mit einem 2:0-Heimsieg gleich einen Traumstart hin. Danach folgten ein 1:0-Auswärtssieg gegen Vizemeister FAC und vier Unentschieden, unter anderem gegen St. Pölten und Absteiger Admira. Gerade gegen die Südstädter und St. Pölten wäre sogar mehr drinnen gewesen. Erst in der siebten Runde mussten sich die Blau-Gelben auswärts gegen Lafnitz zum ersten Mal geschlagen geben.

Kaderverjüngung zum Saisonstart

Was auffällt, mit acht neuen Spielern, alle nicht älter als 22 Jahre, wurde der Kader zu Saisonbeginn ordentlich verjüngt. Talente wie Itamar Noy, Marcel Sulzner, Nicholas Wunsch, Dalibor Velimirovic, Marcel Ecker, Noah Rossler, Daniel Owusu und Felix Seiwald verstärkten den Kader. „Wir haben immer gesagt, dass wir bei einem Aufstieg den Kader verjüngen werden. Das ist auch die Strategie der Vienna für die Zukunft. Wir haben einige Spieler dazu geholt, richtig talentierte Spieler, die es auch richtig gut gemacht haben im Herbst. Wir haben ein Jahr, wo wir uns wirklich etablieren können, in der zweite Liga und jungen Spielern Einsatzzeit ermöglichen, um Erfahrung zu sammeln“, gibt Sportdirektor Katzer die Marschrichtung auch für die Zukunft vor.

Stärkste Abwehr der Liga

Mit nur 13 erhaltenen Toren stellt die Vienna die stärkste Abwehr der Liga. Knapp die Hälfte der Gegentore fiel in nur zwei Partien. In acht Spielen behielten die Döblinger eine weiße Weste und kassierten kein Gegentor. Für Markus Katzer hat diese starke Abwehrleistung mehrere Gründe: „Wir haben das einfach richtig gut gemacht. Die Abwehr, ohne jetzt jemanden herausheben zu wollen, hat unglaubliche Leistungen gezeigt. Zusätzlich haben wir einen Andreas Lukse, der in Hochform gespielt hat und sicher der beste Tormann der Liga ist. Andi hat uns mit seinen Paraden einige Punkte gerettet.“

Vier Youngsters im Dauereinsatz

Erfreulich in diesem Herbst war auch, dass bei den Blau-Gelben gleich vier Youngsters über 1.000 Minuten am Platz standen. Mit Noah Steiner und Cedomir Bumbic gleich, zwei die die meisten Spielminuten aller Spieler absolvierten. Bumbic und Sulzner standen auch in allen 16 Partien am Spielfeld.

Entwicklung der Mannschaft

Der Fokus der Vienna im Frühjahr liegt ganz klar darauf die Mannschaft weiterzuentwickeln und die jungen Talente zu fördern. „Für uns steht die Entwicklung der Mannschaft im Vordergrund. Natürlich wollen wir auch an die Leistungen vom Herbst anknüpfen, aber genauso ist es das Ziel den jungen Spielern im Kader die Möglichkeit zu geben Erfahrungen zu sammeln. Das Ziel ist es uns in der Liga zu etablieren, um in der kommenden Saison noch stärker dazustehen als wir es jetzt tun“, sieht Sportdirektor Markus Katzer ganz klar das Ziel in der Mannschaftsentwicklung.

Des Weiteren ergänzt er: „Wir haben eine klare Idee, die wir auch zu 100 Prozent umsetzen wollen. Um dort hinzukommen, musst du viele Phasen durchleben. Das hat bei uns in der fünften Liga begonnen. Bis zur Zweiten waren einige Zwischenschritte zu gehen, genau diese müssen wir jetzt auch machen. Neben dem Weg zu einem Top-Ausbildungsverein ist das Ziel langfristig der Aufstieg in die Bundesliga. Bis dahin braucht es aber auch Geduld.“