21. August 2025 | Kampfmannschaft zur Übersicht >
Louis Birkhahns Schritt in den Profisport
Im Juni erhielten vier Youngsters einen Profivertrag für die Kampfmannschaft. Einer davon ist Louis Birkhahn. Sein Typenschein: 19 Jahre, 1,84 m groß, 18 Treffer in der Stadtliga, Rechtsfuß. Birkhahn ist auf dem Talentehumus der Vienna zu einem zielstrebigen Fußballer herangewachsen und auch für das U19-Nationalteam auf Abruf gesetzt. Seine Gedanken und Träume hat er in einem Interview verraten.
Warum Fußball, warum Vienna?
- Ich habe Ballspiele schon in der Volksschule geliebt, wobei Basketball und Fußball meine Favoriten waren. Dass es dann eine Leidenschaft für den Fußball wurde, hat mit meiner Familie zu tun. Mein Großvater und mein Vater spielten bei der Vienna und das prägte mich. Ich war jedenfalls schon als Kind oft auf der Hohen Warte und bin bis heute Vienna-Fan.
Hast du auch bei der Vienna begonnen?
- Nein. Mein erster Verein war der FC Stadlau. Dann war ich von der U13 bis zur U16 bei Rapid und spielte in der Akademie-Fußball-Liga. Im Juli 2022 kam ich zu Vienna, spielte in der U18 und in der Folge in der Amateurmannschaft. Jetzt habe ich bis 2028 einen Profivertrag in der Kampfmannschaft.
Was sind deine Vorzüge als Fußballer?
- (Denkt nach) Meine Plus sehe ich noch Work in Progress. Ich bin schnell und spritzig. Dadurch habe ich bei den Amateuren meist im Sturm gespielt. Mein Maximalspeed wurde einmal mit 34,8 km/h gemessen. (Anm.: Der Maximalspeed von Weltklassesprintern liegt bei 38 km/h.) Ich würde auch meine Technik als gut bezeichnen. Für meine weitere Entwicklung muss ich aber noch sechs bis sieben Kilo zulegen, um körperlich robuster zu werden.
Du bist jetzt Mitglied der Kampfmannschaft. Was hat sich für Dich verändert?
- Sehr viel. Das Training mit Bundesligaspielern hat deutlich mehr Qualität als mit Gleichaltrigen in der Amateurmannschaft. Ich lerne von Woche zu Woche dazu. Profis haben mehr Ehrgeiz und arbeiten sehr gezielt. Als Neuer werde ich sehr gefordert und bin noch in der Phase des Einlebens und Hocharbeitens. Verändert hat sich auch mein Privatleben. Ich wohne jetzt allein.
Die Vienna-Amateure verpassten nur knapp den Meistertitel. Traurig darüber?
- Natürlich wäre der Titel cool gewesen. Ein Titel macht etwas, vor allem macht er stolz. Trotzdem war unsere Saison ganz toll. Wir waren eine junge Mannschaft und wollten in der Tabelle zumindest einstellig abschneiden. Dann hatten wir einen guten Lauf und wurden zum Titelaspiranten. Der Meistertitel hätte mir ein gutes Sommerfeeling beschert. Aber jetzt zählt als Einziges der Neustart in die Saison. Und der ist schon gut gelungen.
Wie gehst du mit Niederlagen um?
- Schlecht. Ich bin sehr ehrgeizig, und verlorene Spiele beschäftigen mich lange. Manchmal schlafe ich nach Niederlagen nicht gut. Vor allem, wenn ich Chancen im Spiel vergeben habe, kann ich sogar auf mich böse sein. Aber am nächsten Tag bin ich wieder im Lot und freue mich auf das nächste Spiel.
Was brauchst du als junger Spieler von einem Trainer?
- Ich habe mit Mehmet Sütcü einen sehr guten Trainer. Aber nicht nur er, das gesamte Trainerteam ist fachlich und menschlich top. Mir ist die Kommunikation und Ehrlichkeit wichtig und die vermitteln mir die Trainer. Ich schätze mich glücklich, bei der Vienna zu sein.
Was machst du neben deiner Fußball-Karriere?
- Eigentlich ist Fußball mein Beruf und mein Hobby. Ich habe zuletzt als Lehrling in einem Baubüro gearbeitet und habe vor, im September in eine Handelsschule zu gehen, in der ich auch meine sportliche Karriere fortsetzen kann. Da bin ich derzeit auf der Suche.
Wo siehst du dich in 10 Jahren?
- (Lacht) Soweit denke ich nicht. Aber als Supporter von Real Madrid und als Fan von Ronaldo habe ich natürlich Träume wie jeder junge Spieler. Ein Traum wäre, einmal in der Champions League zu spielen. Das ist mein Ziel und darauf arbeite ich hin.








