Gemeinsam durch Höhen und Tiefen: Die Saison 2025/26 im Rückblick
Bevor der Blick endgültig nach vorne geht und wir in der neuen Saison wieder voll angreifen, wollen wir noch einmal auf ein Spieljahr zurückschauen, das sportlich herausfordernd war, aber auch viele besondere Momente bereithielt. Eine Saison, die vielversprechend begann, zwischenzeitlich schwierig verlief und am Ende wieder Hoffnung auf mehr machte.
Ein Fußballfest auf der Hohen Warte
Freitag, 8. August 2025, 20:30 Uhr. Flutlicht, ausverkaufte Tribünen und eine großartige Atmosphäre auf der Hohen Warte. In der zweiten Runde der ADMIRAL 2. Liga empfing die Vienna Austria Salzburg. Nach Erfolgen im Cup gegen den SV Tillmitsch und den SV Stripfing wollten die Döblinger den perfekten Saisonstart fixieren und genau das gelang.
Das Traditionsduell entwickelte sich zu einem echten Fußballfest. Bernhard Luxbacher brachte die Vienna in Führung, ehe Benjamin Rosenberger mit einem direkt verwandelten Freistoß die Fans auf der Hohen Warte begeisterte. Bernhard Zimmermann sorgte schließlich für den 3:0-Endstand. Der Auftakt in die Saison war geglückt.

Doch schon wenige Tage später zeigte sich, dass diese Spielzeit keine einfache werden würde. Auswärts beim SKN St. Pölten musste sich die Vienna durch einen Treffer in der Nachspielzeit knapp mit 1:2 geschlagen geben. Es folgten ein Remis gegen den FC Liefering, das Cup-Aus gegen Amstetten sowie ein 1:1 im Heimspiel gegen Austria Lustenau.
Ein alter Bekannter kehrt zurück
Nach fünf gespielten Runden blieb die Vienna hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die Konsequenz war die Trennung vom Trainerduo Mehmet Sütcü und Aleksandar Gitsov.
Mit Hans Kleer kehrte daraufhin ein alter Bekannter nach Döbling zurück. Der blau-gelbe Meistertrainer übernahm die Mannschaft in einer sportlich schwierigen Phase und setzte neue Impulse. Gleichzeitig wurden zahlreiche junge Spieler näher an die Kampfmannschaft herangeführt und in den Kader integriert.
Die Leistungen blieben jedoch wechselhaft. Auf überzeugende Auftritte folgten immer wieder bittere Rückschläge, ein nachhaltiger Sprung in der Tabelle gelang nicht. Im November folgte schließlich die nächste schwierige Personalentscheidung: Die Zusammenarbeit mit Sportdirektor Andreas Ivanschitz wurde beendet.
Die Herbstsaison endete mit einem torlosen Remis gegen Austria Salzburg – der Schlusspunkt eines Herbstes, den man sich in Döbling zweifellos anders vorgestellt hatte. Aufgeben war jedoch keine Option. In der Winterpause arbeitete das Team rund um Cheftrainer Hans Kleer intensiv daran, die Mannschaft für die Rückrunde neu auszurichten. Insgesamt standen sechs Abgänge und vier Neuzugänge zu Buche – ein erster wichtiger Schritt.
Die Vienna-Family trotzt den Schneemassen
Die Vorbereitung auf das Frühjahr verlief vielversprechend, die Mannschaft präsentierte sich eingespielt. Dem Auftakt gegen St. Pölten schien nichts im Wege zu stehen, bis das Wetter Wien fest im Griff hatte.
Rund um den 20. Februar 2026 versank die Stadt im Schneechaos. Zahlreiche Spiele in Wien und Umgebung mussten abgesagt werden. Doch auf der Hohen Warte zeigte sich einmal mehr, was die Vienna-Family ausmacht.
Fans, Mitarbeiter, Trainer, Funktionäre, Sponsoren, Nachwuchsspieler und ein Team von Jugend am Werk arbeiteten gemeinsam stundenlang daran, den Platz bespielbar zu machen. Mehr als 400 Tonnen Schnee wurden dabei vom Spielfeld geschaufelt. Dank dieses außergewöhnlichen Einsatzes konnte das Spiel wie geplant stattfinden und die Vienna besiegte den Tabellenführer mit 2:1.
Der 20. Februar 2026 war einer jener Tage, die eindrucksvoll gezeigt haben, was diesen Verein besonders macht. Ein echtes Highlight in einer sportlich herausfordernden Saison.

Neuer Sportdirektor bei der Vienna
Nach dem erfolgreichen Frühjahrsauftakt wurde auch die vakante Position des Sportdirektors neu besetzt. Didi Elsneg, zuvor in derselben Funktion beim GAK tätig, übernahm die sportliche Gesamtverantwortung bei den Döblingern.
Starke Leistungen im Frühjahr
Im Frühjahr zeigte die Vienna ein neues Gesicht. Die Winterneuzugänge fanden sich rasch zurecht, gleichzeitig erhielten auch zahlreiche Youngsters aus den eigenen Reihen ihre Chancen.
Besonders in Erinnerung bleiben der überzeugende 3:0-Auswärtssieg gegen Titelkandidat Austria Lustenau sowie der 1:0-Erfolg im „El Danubio“ gegen den FAC. Die Mannschaft präsentierte sich deutlich stabiler, überzeugte mit starken Leistungen und bewies, dass die schwierige Herbstsaison aufgearbeitet worden war, auch wenn kleinere Rückschläge weiterhin nicht ausblieben.
Am Ende belegten die Döblinger Rang sieben in der Abschlusstabelle. Betrachtet man ausschließlich die Spiele im Kalenderjahr 2026, rangierte die Vienna sogar auf Platz vier der ADMIRAL 2. Liga.

Zusammenhalt als größte Stärke
Die Saison 2025/26 stellte den Verein vor große Herausforderungen. Die Erwartungen waren hoch, nicht immer konnten sie erfüllt werden. Es mussten Entscheidungen getroffen werden, die niemandem leichtgefallen sind.
Gleichzeitig hat diese Saison aber auch gezeigt, was die Vienna-Family auszeichnet: Zusammenhalt. Egal ob auswärts oder zuhause, bei Sonne oder Schnee, in guten oder schwierigen Zeiten, die Vienna steht zusammen.
Danke, liebe Vienna-Family, für eure unglaubliche Unterstützung bei jedem einzelnen Spiel. Ihr seid die Vienna!
Wir freuen uns darauf, euch auch in der neuen Saison wieder zu sehen und auf der Hohen Warte begrüßen zu dürfen. COME ON VIENNA









