Punkteteilung in Kagran
Hellas Kagran auswärts ist immer eine Herausforderung, unabhängig von Tabellenlage und sonstigen Vorzeichen. Nach der unglücklich deutlichen Niederlage gegen Mauer wollte das Team von Trainer Bradaric heute wieder mit drei Punkten den vor dem Mauer-Spiel gezeigten Aufwärtstrend bestätigen.
Vorsichtiger Beginn beider Teams
Im Gegensatz zu den letzten Spielen, wo von Beginn an beiderseits mit offenem Visier agiert wurde, mussten sich die Fans diesmal in Geduld üben. Torszenen gab es kaum bis gar nicht, beide Mannschaften bemühten sich, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, im Spiel nach vorne wurde beiderseits über weite, das Mittelfeld überbrückende Bälle agiert, was angesichts der sicheren Abwehrreihen selten für interessante Momente sorgen konnte. Die erste Chance konnte die Heimelf verbuchen, der Schuss aus zentraler Position im Strafraum ging jedoch klar über das Tor. Die erste Chance der Blau-Gelben ließ auf sich warten, rund um die 30. Minute konnten sie erstmals das Kagraner Tor gefährden. Die Vienna traute sich nun etwas mehr zu, sofort kam auch die nächste Gelegenheit, Özmeral scheiterte jedoch an Keeper Michal.
Kagrans Führung kurz vor der Pause
Genau in der Phase, wo die Vienna begann, sich mehr zuzutrauen und somit gefährlicher wurde, kam die Heimelf zum Führungstreffer. Hellas eroberte mit gutem Pressing den Ball im Mittelfeld, Wieneritsch bediente Bauregger, der nützte den sich plötzlich bietenden Raum auf der linken Seite und ließ Loschy mit einem Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance.
Das Spiel wurde nun lebendiger, die nächste gute Gelegenheit hatte Zahrl für Hellas, sein Kopfball segelte aber am Tor vorbei. Die bis dahin schönste Aktion des Spiels brachte dann nichts ein, die Vienna ließ den Ball über zahlreiche Stationen flüssig bis in den Strafraum laufen, zu einem Abschluss kam es indes aufgrund einer Abseitsentscheidung nicht. Somit ging Hellas Kagran nach einer großteils von Sicherheitsdenken geprägten ersten Hälfte mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause.
Vienna dreht das Spiel.
Wenig überraschend gab es bei der Vienna zur Pause Wechsel. Nösslinger und Jasarevic sollten für frischen Schwung im Spiel sorgen, und das taten sie auch. Die erste Chance der zweiten Hälfte gab es noch für die Heimelf, im zielstrebig aufgebauten Gegenzug spielte Nösslinger ideal zur Mitte, Milic verwertete den Ball zum Ausgleich für Blau-Gelb.
Das Spiel nahm nun Fahrt auf, das verhaltene Spiel der ersten Hälfte war vergessen, beide Teams agierten nun zielstrebig nach vorne. Hellas konnte von der blau-gelben Verteidigung zweimal an einem erfolgreichen Abschluss gehindert werden, bevor die Blau-Gelben ihrerseits mit einem Angriff über viele Stationen sich zum gegnerischen Strafraum kombinierten. Dort wurde Özmeral schön freigespielt; mit einem wuchtigen Schuss versenkte er das Leder zum 2:1 im Eck.
Jetzt hatte die Vienna Oberwasser, direkt gespielte Offensivaktionen brachten ein ums andere Mal gefährliche Situationen, nach einem schnell vorgetragenen Angriff traf Jasarevic nun zum 3:1. Ein schöner Treffer, er überraschte den Keeper mit einem ansatzlosen Schuss auf die kurze Ecke. Die Vienna hatte das Spiel innerhalb von 10 Minuten gedreht.
Nösslinger hatte auch noch die Gelegenheit zum 4:1, der Ball flog jedoch am Ziel vorbei.
Kagran kämpft sich zurück
Mit Fortdauer der zweiten Hälfte schalteten die Blau-Gelben mehr und mehr in den Verwaltungsmodus, lange Zeit wirkte dies auch souverän, Hellas Kagran ließ jedoch nicht locker. In der 82. Minute gelang der Heimelf der Anschlusstreffer, nach einem Eckball brachte man den Ball nicht weg, zunächst konnte Loschy noch den Versuch von Wieneritsch abwehren, den Abpraller versenkte jedoch Herbst.
Keine zwei Minuten später sprang der Ball Jasarevic nach einer Flanke unglücklich an die Hand, Schiedsrichter Grobelnik zögerte mit dem Elfmeterpfiff keine Sekunde. Zahrl ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen.
Die letzten Minuten waren von beiderseitigen Bemühungen geprägt, noch irgendwie mit einem Lucky Punch zu drei Punkten zu kommen. Hier fehlte aber die Ruhe im Spiel, keines der beiden Teams schaffte es, nochmals gefährlich zu werden.
Letztlich reichten 3 schön herausgespielte Tore nur zu einem Punkt, die Enttäuschung über den in den Schlussminuten vergebenen Sieg war den Spielern deutlich anzumerken.
Trainer Amir Bradaric: „In diesem Spiel war wieder alles dabei. Wir sind in Rückstand geraten, haben die Partie gedreht und mit 3:1 geführt, am Ende müssen wir uns mit einem Unentschieden begnügen. Leider fehlt uns noch die Stabilität. Wir sind eine Mannschaft, die innerhalb von zehn Minuten drei Tore erzielen kann, in kurzer Zeit aber auch mehrere Gegentreffer kassieren kann. Das zeigt sich in unseren Spielen und Ergebnissen. An dieser Stabilität arbeiten wir. Wenn wir es schaffen, über die gesamte Spielzeit konstanter aufzutreten, werden wir auch häufiger gewinnen.“
FC Hellas Kagran vs. First Vienna FC 1894 Amateure 3:3 (1:0)
Wiener Stadtliga, 7. Runde
Samstag, 3. Oktober 2026
Hellas Kagran Sport-Arena, 130 Zuschauer
Tore: 1:0 Bauregger (38.), 1:1 Milic (47.), 1:2 Özmeral (52.), 1:3 Jasarevic (57.), 2:3 Herbst (83.), 3:3 Zahrl (85., Elfmeter)
Vienna: Loschy, Zagan (Jovic 75.), Milic, Rajic, Soos, Hager, Urosevic, Cakaric (Jasarevic 46.), Özmeral (Kilic 66.), Hoffmann-Smajic (Nösslinger 46.), Ellen (Velija 71.)







