Drei Punkte als Lohn für harte Arbeit
Nach dem 4:1 -Sieg beim SV Gerasdorf wollten die blau-gelben Youngsters auch in Oberlaa bei 1980 Zählbares mitnehmen. Die Statistik ließ erahnen, dass dies ein hartes Stück Arbeit werden sollte. Aus den letzten beiden Begegnungen auf der Franz-Koci-Anlage konnte nur ein Punkt erobert werden.
Offensiver Beginn der Vienna
Nach seiner Verletzung erstmals wieder dabei war Moritz Jerabek. Er hatte nach knapp vier Minuten auch die erste Chance der schwungvoll gestarteten Blau-Gelben. Sein Schuss konnte von Keeper Kieren abgewehrt werden, den Abpraller setzte Birkhahn knapp am Tor vorbei. Die Gastgeber versteckten sich keineswegs und kamen ihrerseits in der siebten Minute zu einer großen Chance. Hamzic tankte sich im Strafraum durch, Loschy konnte den Schuss zunächst entschärfen, ehe ein Verteidiger knapp vor der Linie endgültig klärte. Nachdem Urosevic mit einem Schuss aus der zweiten Reihe das Tor noch knapp verfehlt hatte, durfte die Vienna in der zwölften Minute erstmals jubeln.
Zwei schön herausgespielte Tore
Nagele verlagerte das Spiel auf die linke Angriffsseite zu Jerabek, dessen Pass zur Mitte von Birkhahn sicher verwertet wurde. Praktisch im Gegenzug musste Loschy den postwendenden Ausgleich verhindern. Er konnte sich bei einem Schuss von Volkov auszeichnen. In der 18. Minute erhöhte Nagele die Führung. Dieser Angriff ging von Jerabek aus, der Birkhahn auf der rechten Seite lancierte. Dessen Pass verwertete Nagele souverän zum 2:0 für die Vienna.
1980 gibt sich nicht geschlagen
Die Gastgeber zeigten sich von den beiden Gegentreffern wenig beeindruckt, die Blau-Gelben mussten in der Abwehr weiterhin hellwach sein. Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken konzentrierten sich die Youngsters nun auch mehr auf die Defensive und versuchten ihr Glück aus dem Umschaltspiel heraus. Birkhahn hatte so eine Gelegenheit, setzte das Leder aber hauchdünn am Tor vorbei. Die Hausherren waren nun spielbestimmend und hatten auch die eine oder andere Gelegenheit. Im Wesentlichen stand die Abwehr unserer Youngsters aber sicher, und hatte mit Loschy auch einen aufmerksamen Schlussmann, der die vereinzelt zugelassenen Chancen von 1980 Wien dann auch zunichtemachte. In der 38. Minute wäre aber auch Loschy geschlagen gewesen. Der Schuss von Petruljevic prallte von der Stange ins Torout.
Härtere Gangart nach der Pause
Nach der Pause wurde das Spiel zusehends kampfbetonter. Die Gastgeber wollten den Anschlusstreffer erzwingen. Die Versuche der Vienna, mit schnellem Spiel nach vorne das Mittelfeld zu überbrücken, gelangen nur selten. Wenn dies doch einmal gelang, wurde es aber sofort gefährlich, – so in der 53. Minute, als Soos energisch Richtung gegnerisches Tor zog, jedoch den Pass zum besser postierten Mitspieler versuchte, anstatt selbst abzuschließen. Nagele kam jedoch einen Tick zu spät zu diesem Ball, die Chance, das Spiel mit dem dritten Treffer zu beruhigen, war zunächst dahin.
Fortan gab es wenig Torszenen, dafür zahlreiche Zweikämpfe, und auch einige Fouls, die den Spielfluss hemmten. Erst etwa 20 Minuten vor dem Ende war dann Loschy wieder gefordert. Khodadadzada konnte nicht am Schuss gehindert werden, der Keeper musste sich ordentlich strecken. Ein Anschlusstreffer hätte wohl noch nervenaufreibende Schlussminuten zur Folge gehabt, denn die Vienna bekundete in dieser Spielphase sichtlich Mühe. Das Angriffsspiel aus der gesicherten Defensive wollte nicht so recht in Schwung kommen.
Milic macht den Sack zu
In der 80. Minute gelang den Blau-Gelben wieder ein guter Angriff. Aus der Tiefe heraus bekam der für Jerabek eingewechselte Krpuljevic den Ball, sein Zuspiel verwertete der ebenfalls eingewechselte Milic zum 3:0. Wenngleich die Heimelf weiterhin um eine Ergebniskorrektur bemüht war, war das Spiel entschieden. entschieden. Die Vienna konnte die drei Punkte nun sicher über die Zeit bringen. Letztlich ein wichtiger Sieg, der nicht so klar war, wie es das Ergebnis vermuten ließe. Es war ein hartes Stück Arbeit. Mit den schön herausgespielten Toren und guter Defensivarbeit sicherte man sich letztlich verdient die drei Punkte.
Trainer Amir Bradaric: „Das war ein souveräner Auftritt meiner Mannschaft. Vor allem in der ersten halben Stunde haben wir wie aus einem Guss gespielt, alles kontrolliert und verdient mit 2:0 geführt. Danach haben wir etwas nachgelassen und Chancen zugelassen, die zum Glück ohne Folgen blieben. In der zweiten Halbzeit haben wir die Führung gut verwaltet und mit dem dritten Tor alles klargemacht. Insgesamt ein verdienter Sieg, der zeigt, dass die Mannschaft in ihrer Entwicklung auf dem richtigen Weg ist.“
1980 Wien vs. First Vienna FC 1894 Amateure 0:3 (0:2)
Wiener Stadtliga, 9. Runde
Samstag, 17. Oktober 2026
Franz-Koci-Anlage, 120 Zuschauer
Tore: 0:1 Birkhahn (12.), 0:2 Nagele (18.), 0:3 Milic (80.)
Vienna: Loschy, Zagan, Matteo Roschütz, Rajic (81. Jovic), Soos, Hager, Urosevic, Ellen (60. Milic), Jerabek (46. Krpuljevic), Birkhahn (60. Özmeral), Nagele (81. Nösslinger)







