Am Kinkplatz vergeblich gekämpft
Auf dem Kinkplatz trafen zwei Teams aufeinander, die zuletzt ihr Selbstbewusstsein mit Siegen stärken konnten. In der Tabelle lag die Vienna knapp vor der Heimelf, man durfte sich also auf ein spannendes und wohl auch hartumkämpftes Match freuen. Auf die in Oberlaa erfolgreiche Angriffsreihe musste Trainer Bradaric diesmal jedoch verzichten, Nagele ist im Kader der Ersten, bei Jerabek wollte man am Kunstrasen kein Risiko eingehen.
Ausgeglichenes Spiel zu Beginn
In den ersten Minuten erarbeitete sich die Vienna leichte Vorteile, jedoch gegen die gut postierte Abwehr von Austria XIII keine klaren Torchancen. Ein vielversprechender Angriff über Birkhan wurde vom Schiedsrichter wegen Abseits gestoppt. Nach rund 7 Minuten wurden die Gastgeber erstmals im Angriff vorstellig, Pajkic bereitete Loschy mit seinem Schuss aber keine Probleme.
Pech mit Stangenschuss
Die Vienna blieb weiterhin das etwas aktivere Team, spielte mitunter gefällig bis zum Strafraum, fand aber im gegnerischen Sechzehner keine Lösungen zu einem erfolgreichen Abschluss. Dementsprechend probierte es Rajic kurzerhand mit einem Schuss aus etwa 20 Metern, einem Torjubel in der 23. Minute stand jedoch die Stange im Wege.
Wenig Höhepunkte bis zur Pause
Dieser Stangenschuss war einer der wenigen Höhepunkte in der ersten Hälfte, die Vienna war weiterhin bemüht, im Angriff jedoch zu wenig zielstrebig, Austria XIII wurde indes dann gefährlich, wenn Pajkic an den Ball kam. In der 34. Minute prüfte er erneut Loschy. Eine gute Gelegenheit bekam Nösslinger knapp vor der Pause, sein Schuss flog jedoch deutlich über das Tor, ähnlich weit verfehlte ein Freistoß der Heimelf sein Ziel.
Ähnliches Bild nach der Pause
Ein Wechsel zur Pause bei Austria XIII, keiner bei der Vienna und auch die Spielcharakteristik blieb zunächst unverändert. Beide Mannschaften schirmten den Strafraum gut ab, Torschüsse aus der zweiten Reihe blieben erfolglos, der gefährlichste kam noch von Ellen, aber auch dieser flog knapp über das Tor.
Nach etwa 10 Minuten der zweiten Hälfte wurde das Spiel lebendiger. Ein zügig gespielter Angriff der Heimelf endete mit einem Schuss von Buck, den Loschy sehenswert aus der Ecke fischte.
Spielentscheidende zwei gelbe Karten
Die Vienna kam nun ebenfalls gefährlich zum Tor, mit einem Pass in die Tiefe wurde Özmeral in Szene gesetzt, jedoch von den heimischen Verteidigern rechtzeitig gestoppt, im Rahmen dieses Zweikampfes kassierte der Vienna-Spieler eine Gelbe Karte für ein Frustfoul. Kaum drei Minuten später beging Özmeral ein Foul in der eigenen Hälfte und kassierte dafür seine zweite Gelbe und somit Gelb-Rot.
Austria XIII reagierte umgehend, verstärkte den Druck und war fortan spielbestimmend. Die Youngsters der Vienna hielten gut dagegen, verteidigten geschickt, konnten aber kaum für Entlastung sorgen. In der 72. Minute fing Austria XIII einen versuchten Entlastungsangriff an der Mittellinie ab, spielte zügig in den Strafraum, wo zunächst Pessl am stark reagierenden Loschy scheiterte, Pajkic war jedoch zur Stelle und verwertete den Abpraller zur Führung der Heimelf.
Erfolgloses Aufbäumen der Vienna
Die Penzinger legten ihre Spielanlage nun wieder etwas defensiver an, die Vienna bemühte sich mit einem Mann weniger um den Ausgleich. Mit einem Pass in die Tiefe wären die Döblinger beinahe erfolgreich gewesen, Torhüter Bacher war jedoch den Sekundenbruchteil schneller vor dem anstürmenden Uysal am Ball. Eine weitere Ausgleichschance entsprang einem energischen Pressing von Fischer gegen den Torhüter, er und Ellen brachten das Leder jedoch nicht an den gegnerischen Verteidigern vorbei ins Tor.
Naturgemäß öffneten sich durch die Offensive der Vienna die Räume für den Gegner, bei einem satten Schuss von Buck konnte sich Loschy noch auszeichnen, in der 88. Minute brachte ein Konter von Austria XIII jedoch die endgültige Entscheidung. Erneut parierte Loschy zunächst den Schuss von Pessl, um dann gegen Pajkic das Nachsehen zu haben.
Selbst der Ehrentreffer war der Vienna an diesem Nachmittag nicht vergönnt, Fischer scheiterte mit einem gut platzierten Schuss an Keeper Bacher.
Trainer Amir Bradaric: „Es war ein Spiel auf Augenhöhe mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Die Gelb-Rote Karte war letztlich spielentscheidend. Austria XIII hat seine Möglichkeiten genutzt, wir unsere leider nicht. Deshalb müssen wir die Niederlage akzeptieren, auch wenn das 2:0 aus meiner Sicht zu hoch ausgefallen ist. Aus solchen Spielen müssen meine Burschen lernen.“
FV Austria XIII vs. First Vienna FC 1894 Amateure 2:0 (0:0)
Wiener Stadtliga, 10. Runde
Samstag, 24.10.2026
Kinkplatz, 150 Zuschauer
Tore: 1:0 Pajkic (72.), 2:0 Pajkic (88.)
Gelb-Rot: Özmeral (59.)
Vienna: Loschy, Zagan, Matteo Roschütz, Rajic, Soos (75. Jasarevic), Hager, Milic (64. Uysal), Ellen (81. Jovic), Özmeral, Birkhan (64. Fischer), Nösslinger (75. Hoffmann-Smajic)








