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First Vienna FC 1894

Verdienter Arbeitssieg gegen taktisch starke Floridsdorfer

28.04.2019 | Kampfmannschaft
zoom
© FotobyHofer

First Vienna FC 1894 - FAC Amateure 2:0 (1:0) -> Video

Dieses Spiel konnte man getrost als Spitzenspiel bezeichnen, die Tabellensituation alleine  sprach dafür, aber auch die Erinnerungen an ein schnelles niveauvolles Spiel im Herbst ließen für den heutigen Nachmittag Einiges erwarten. Da beunruhigte die Aufstellung der Vienna so manchen Anhänger, denn Toptorjäger Mensur Kurtisi schien nicht auf. Auf ihn sowie auf Schachl musste Trainer Hlinka verzichten, dafür stand Jiri Lenko wieder in der Startelf. Auch die von Mario Handl betreuten FAC Amateure mussten vorerst auf ihren besten Torschützen Jovan Milutinovic verzichten, er saß, nicht ganz fit, auf der Ersatzbank.

Neuerliche Verletzung von Lenko

Kaum konnte man sich über die Aufstellungen und taktische Formationen ein Bild machen, musste schon der erste Austausch vorgenommen werden. In der 4. Minute verdrehte sich Jiri Lenko sein ohnehin zuletzt angeschlagenes Knie und musste nach eingehender Begutachtung in der 8. Minute durch Rauchecker ersetzt werden. Bis dahin gab es zwar keine nennenswerten Torszenen, sehr wohl aber war zu erkennen, dass es für die Vienna nicht leicht werden würde. Den Floridsdorfern gelang es von Beginn an die Räume eng zu machen, keineswegs jedoch mit einem sturen Defensivkonzept, sondern mit einer situativ orientierten Raumaufteilung, wenn möglich, wurde bereits in der gegnerischen Hälfte mit Pressing begonnen, spätestens aber im Mittelfeld verwickelte junge Truppe die Blau-Gelben in Zweikämpfe und ließ kaum ein flüssiges Angriffsspiel zu. Sobald sich die Vienna im Mittelfeld durchsetzen konnte, mutierte die FAC Formation in zwei tiefstehende Viererketten.

Ob es das Fehlen von Kurtisi, die frühe Verletzung von Lenko oder doch der Respekt vor dem engagierten Gegner war, schwer zu sagen, die Vienna wirkte ein wenig gehemmt, man kam nicht so in einen Spielfluss wie zuletzt gewohnt. Fraglos, das lag auch an der zuvor geschilderten guten Defensivarbeit der Gäste, die obendrein bei ihren Angriffen sich nicht nur auf ihren Stürmer verlassen wollten sondern entsprechend nachrückten um Druck aufzubauen. Die Abwehr rund um Krisch und Katzer hatten das Geschehen aber stets im Griff.

Erste Chancen der Vienna

So mussten die Fans bis zur 13. Minute auf die erste Chance der Vienna warten. Patricio wurde an der Strafraumgrenze angespielt, mit einer eleganten Drehung ließ er den Verteidiger aussteigen, setzte anschließend den Schuss aber knapp über das Tor. Nur wenig später schaltete Katzer sich in den Angriff ein, über Korkmaz kam der Ball im Strafraum zu Demic, der jedoch einen Tick zu lange mit dem Abschluss zögerte. Sofort war er von drei Verteidigern umgeben, Demic konnte gerade noch auf den links postierten Korkmaz abgeben, dessen Schuss aber im Außennetz landete.

Die nächsten Aufreger ließen wieder etwa 10 Minuten auf sich warten, da der FAC das Spiel der Vienna weitgehend unterbinden konnte. Weitgehend aber eben nicht vollständig, vor allem das Zusammenspiel von Demic und Korkmaz sorgte für gefährliche Situationen. In der 26. Minute wurde Korkmaz im Strafraum in elfmeterverdächtiger Manier vom Ball getrennt, bereits im nächsten Angriff ereilte dem aufgerückten Rauchecker das gleiche Schicksal. In beiden Situationen blieb die Pfeife von Schiedsrichterin Telek zum Unmut der Vienna stumm. Der Unmut steigerte sich noch, als im Gegenzug Rauchecker’s Tackling sofort als Foul gewertet wurde. Der daraus resultierende Freistoß gefährdete das Tor von Kazan nicht ernstlich.

Etwas gefährlicher war da ein Freistoß von Ehrnhofer, ebenfalls aus großer Distanz, Keeper Jenciragic hielt den Ball aber sicher, der zum Abstauber bereitstehende Patricio hatte das Nachsehen. Der Chilene, der anstelle von Kurtisi an vorderster Position agierte, bemühte sich redlich und beschäftigte die Abwehr des Gegners permanent, wurde aber entsprechend gut bewacht. Augenscheinlich in der 35. Minute, als Demic mit Korkmaz die linke Seite wieder aufgerissen hatten. Der Ball zur Mitte war auch präzise für den gut in Position gelaufenen Chilenen gespielt, sein Bewacher war jedoch den entscheidenden Tick schneller am Ball und wehrte zur Ecke ab.

Über weite Strecken konnte die Vienna mit dem aggressiven Zweikampfverhalten der Floridsdorfer gut umgehen und trotz des zeitweiligen Pressings sicher aus der Abwehr spielen, etwa 5 Minuten vor der Pause ermöglichte eine Fehlerkette im Mittelfeld den Gästen jedoch eine brandgefährliche Situation. Plötzlich waren sie zu viert vor dem Tor von Kazan, Rauchecker rettete mit einem perfekt angesetzten Tackling in letzter Sekunde, eine weitere gefährliche Situation nach einer völlig verunglückten Eckballvariante der Vienna klärte der zur Absicherung hinten verbliebene Stefano souverän. Zuvor hatte Korkmaz allerdings mit einer Schussflanke zum Tor etwas Pech, Jenciragic lenkte den Ball an die Latte.

Führungstreffer durch Traumtor

Mit gemischten Gefühlen freundete man sich langsam mit dem Gedanken einer torlosen ersten Hälfte an, ehe der letzte Angriff vor der Pause doch noch die Führung brachte. Patricio eroberte den Ball knapp vor der Toroutlinie, spielte zurück auf Korkmaz, dessen Flanke etwas zu weit in den Strafraum flog. Ünal missglückte die Befreiung und brachte den Ball lediglich zur Strafraumgrenze, Stefano reagierte am schnellsten, nahm dieses Idealzuspiel dankend an. Er beförderte das Leder per Direktabnahme sehenswert und für den Torhüter unerreichbar in die Kreuzecke.

Nach der Pause versuchte der FAC mit einem Wechsel dem Angriff neue Impulse zu geben. Josic kam für den bemühten, letztlich aber mit der routinierten Vienna Abwehr überforderten Coker. Direkte Auswirkungen auf das Spielgeschehen konnte man dadurch nicht erkennen, bei der Vienna gab es zwar keine Wechsel, dafür aber den Eindruck, dass man mit direkterem Spiel zum Tor die Entscheidung suchen wollte. Vielleicht wollte man hier auch die Tatsache nützen, den Wind im Rücken zu haben. Mehr als der eine oder andere Eckball sprang dabei nicht heraus, diese konnten vom FAC in der Regel gut verteidigt werden, lediglich einmal kam Fucik gut an den Ball, sein Kopfball verfehlte das Ziel knapp.

Gäste bleiben im Spiel ohne ernsthaft Gefahr zu erzeugen

Die FAC Amateure konnten sich abermals gut auf das Spiel der Vienna einstellen, sie agierten auch mit der nötigen Kompromisslosigkeit, wenn nötig wurde der Spielfluss eben auch mit Fouls unterbunden. Da der Wechsel der Gäste zur Halbzeit keine neuen Impulse in der Offensive brachte, schlief das Spiel ein wenig ein, Torszenen waren rar.

In der 60. Minute konnte sich Van Zaanen im Strafraum von seinen Gegenspielern lösen, manövrierte sich jedoch ins Abseits, sein Treffer zählte nicht. In der 69. Minute sollte Kindig anstelle von Van Zaanen wieder mehr Dynamik in das Mittelfeld bringen, tatsächlich kam die Vienna nun auch wieder gefährlicher vor das Tor von Jenciragic. Demic verpasste nach Flanke von Fucik knapp, ein Freistoß von Rauchecker aus recht großer Entfernung wirkte nicht ungefährlich, flog aber doch knapp am Tor vorbei, zwei, drei weitere im Ansatz gute Aktionen scheiterten an der ungenügenden Ausführung des letzten Abspiels.

Mit Milutinovic brachte Handl in der 77. Minute seinen Toptorjäger, und der bewies, trotzdem er nicht ganz fit war, umgehend seine Stärken. Krisch musste seine ganze Routine aufbieten um den Stürmer am erfolgreichen Torschuss zu hindern, Milutinovic setzte nach, eroberte abermals das Leder, konnte letzten Endes mit vereinten Kräften dann doch abgeblockt werden.

Fucik beseitigt alle Zweifel

War dies gar ein Signal für eine Schlussoffensive der Gäste, um zumindest einen Punkt zu erobern? Die Vienna wusste es zu verhindern, in der 81. Minute fand Patricio den ideal in Position gelaufenen Fucik, der das Leder überlegt an Jenciragic vorbei zum vorentscheidenden 2:0 in der langen Ecke unterbrachte. Kaum war der Torjubel verhallt hatte Kindig nach Idealzuspiel von Patricio das 3:0 am Fuß, verzog jedoch knapp.

Knapp vor dem Ende, Babic war inzwischen für Demic ins Spiel gekommen, hatte Patricio noch das 3:0 vor Augen. Nach einem schönen Vorstoß über Babic und Korkmaz auf der linken Seite wurde der Pass zur Mitte von einem Verteidiger mit der Hand abgefangen. Der Chilene schoss den dafür diktierten Elfmeter zu präzise, der Ball sprang von der Stange zurück ins Feld. In der Nachspielzeit versuchte Pajaczkowski mit einem beherzten Schuss noch den Ehrentreffer zu erzielen, verfehlte das Ziel jedoch deutlich.

Es war zweifelsohne ein Spitzenspiel, wenngleich nicht so spektakulär wie jene Begegnung im Herbst. Die jungen Akteure der Gäste stellten ihre gute taktische Schulung untere Beweis, waren aber im Angriff zu harmlos um dem angepeilten Punktegewinn wirklich nahe zu kommen. Die Vienna feierte einen verdienten Sieg, einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Aufstieg und die Gewissheit, auch gegen starke Gegner die Absenz von Stammspielern verkraften zu können.

Aufstellung Vienna: Kazan; Lenko (8. Rauchecker), Katzer, Krisch, Ehrnhofer; Stefano, Van Zaanen (69. Kindig), Demic (87. Babic), Korkmaz, Fucik; Patricio

Torfolge (Video): 1:0 (45.) Stefano; 2:0 (81.) Fucik;

Gelbe Karten für Vienna: keine

Naturarena Hohe Warte, 734 Zuschauer

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Tabelle Wiener Stadtliga 2019/2020
Team SP S U N TD Pt.
01 First Vienna FC 1894 0 0 0 0 0 0
02 A-XIII Auhof Center 0 0 0 0 0 0
03 ASK Elektra 0 0 0 0 0 0
04 ASV 13 0 0 0 0 0 0
05 FC Stadlau 1913 0 0 0 0 0 0
06 Favoritner AC 0 0 0 0 0 0
07 Post SV 0 0 0 0 0 0
08 SC Mannswörth 0 0 0 0 0 0
09 SK Slovan HAC 0 0 0 0 0 0
10 SR Fach Donaufeld 0 0 0 0 0 0
11 SV Donau 0 0 0 0 0 0
12 SV Gerasdorf Stammersdorf 0 0 0 0 0 0
13 SV Schwechat 0 0 0 0 0 0
14 SV Wienerberg 1921 0 0 0 0 0 0
15 Sportunion Mauer 0 0 0 0 0 0
16 WAF Vorwärts Brigittenau 0 0 0 0 0 0
Wiener Stadtliga 1. Runde
Sa, 17.08.2019, 16:00 Sportplatz FavAC
Favoritner AC
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First Vienna FC 1894 vs. ASK Ebreichsdorf
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Testspiel, 3040 Neulengbach, Sindelarstraße 181
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